News & Blog

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03.06.2024 | Advane Theta ULS

Mit dem Theta ULS bringt Advance den ersten Mid-B Gleitschirm ins Programm, auch wenn ich ihn eher dem High-Level B-Bereich zuordnen würde. Der Theta ULS kombiniert die Gene des Omega ULS mit einer neuen Profilgeneration. Ich konnte den Schirm drei Tage bei uns an der Mosel testen.

Bereits beim Auspacken fällt das geringe Gewicht des Theta ULS auf. Mein 23er Schirm ist 3.35 kg leicht. Die Leichtigkeit spiegelt sich auch in der Luft wider: Der Schirm reagiert sehr präzise und direkt auf Steuerimpulse, ohne dabei nervös oder hektisch zu wirken.

In der Thermik steigt der Schirm hervorragend und vermittelt dabei ein sehr sicheres und stabiles Gefühl. Selbst in schwacher Thermik kann man mit dem Theta ULS effizient Höhe gewinnen, was besonders an schwachen Tagen von großem Vorteil ist. Die neue Profilgeneration trägt maßgeblich zu dieser Leistung bei und sorgt dafür, dass der Schirm eine harmonische Mischung aus Leistung und Sicherheit bietet.

Im Vergleich zum PI, zeigt sich der Theta ULS als deutlich entspannter und weniger hektisch, was mir persönlich sehr entgegen kommt. Während meiner Testflüge an der Mosel konnte ich verschiedene Bedingungen erleben, von ruhigen bis zu stärkerer Thermik. Der Theta ULS meisterte alle Herausforderungen souverän. 

Zusätzlich zur Flugleistung überzeugt der Theta ULS auch durch seine hochwertige Verarbeitung und das durchdachte Design, das man von Advance gewohnt ist. Die Materialien sind langlebig und robust, ohne dass dabei das Gewicht unnötig erhöht wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Advance Theta ULS ein hervorragender Gleitschirm für Piloten ist, die einen leistungsstarken, aber dennoch gutmütigen Mid-B Schirm suchen. Seine Leichtigkeit, kombiniert mit exzellentem Steigverhalten und entspanntem Handling, macht ihn zu einem idealen Begleiter für Hike & Fly aber auch lange Thermikflüge. 

Advance Theta ULS
Advance Theta ULS
Ultraleicht und kompakt!
Preis ab:
4.595,00

Klassifikation

06.04.2024 | Mac Para Verve

Thomas Grüner hat für uns den Verve, den neuen Zweileiner EN-C von Mac Para getestet, sein Fazit fällt sehr positiv aus. Auch wir sind den Mac Para Verve schon intensiv geflogen und können nur die Eindrücke nur bestätigen. Dem Team um Peter Recek ist mit dem Verve wieder ein toller Schirm gelunden.

Um es kurz zu fassen, das Fliegen mit dem Verve macht einfach nur Spaß. Die Stärken des Verve sind sein angenehmes Handling, sein gutes Steigen und sein in allen Geschwindigkeitsbereichen durch bewegte Luftmassen effizientes Gleiten mit einer bemerkenswerten Fähigkeit, Luftbewegungen dabei in Höhe umzusetzen. Der Verve hat eine gute Kappenstabilität, ist aber nicht übermäßig gedämpft, sodass sich das Feedback gut anfühlt. Das Fliegen unter anspruchsvollen Bedingungen ist sehr komfortabel und beherzte Piloteneingriffe sind selten notwendig.

Es wird spannend, da aus meiner Sicht mit dem Verve ein neuer Maßstab in Kombination aus Handling, Komfort und der damit verbundenen Leistung in der C-Klasse gesetzt wird. Der Streckenpilot/-jäger kann sich mehr auf seine XC-Aufgaben konzentrieren und so ernsthafte XC-Erfolge einfahren. Der Genus-Cruiser wird aufgrund entspannter Leistung mehr Flugzeit generieren und noch mehr Landschaften erforschen können.

Für Aufsteiger aus der High-B-Klasse, die ihren Schirm beherrschen und bereits gewollt sind, sich mit der Zweiliner-Technik auseinanderzusetzen, ist der Verve aus meiner Sicht als erster C-Schirm sehr gut geeignet. Aufgrund seines guten Steig- und Leistungspotentials in Verbindung mit einer gut ausnutzbaren Geschwindigkeit im beschleunigten Flug sollten ambitionierte Streckenjäger und Genuss-Cruiser – egal ob Alpen oder Flachland – den Verve unbedingt mal fliegen und sich ihr eigenes Urteil bilden.

Hier » PDF-Download auch der gesamte Testebericht von Thomas.

Mac Para Verve - EN C
Mac Para Verve - EN C
Der Zweiliner in der Sportklasse!
Preis ab:
4.945,00

Klassifikation

24.06.2023 | Swing Libra RS

Das "Gleitschirm-Jahr" 2023 ist eindeutig durch die Einführung der neuen EN-C Zweileiner geprägt. Ozone hat mit dem Photon den Platzhirsch auf den Markt gebracht, den viele Piloten ungetestet bestellt haben und mit dem sie jetzt glücklich sind ober eben sein müssen.

Neben Ozone haben aber auch fast alle anderen renommierten Hersteller einen EN-C Zweileiner am Start. Ich konnte bisher den Swing Libra RS und die Vorserien-Version des Mac Para Verve intensiv testen, der aktuell zugelassen wird.

Die ersten Flüge mit dem Libra RS konnte ich bereits am Stubai Cup im März unternehmen. Bei guter Thermik hat mir der Schirm direkt gut gefallen, obwohl ich ihn eine Nummer zu groß geflogen bin.

Seit dem Mai habe ich den Schirm jetzt auch in der richtigen Größe und bin vom Handling und der Leistung wirklich begeistert. Der Schirm ist trotz seiner imposanten Streckung von 6.9 sehr einfach zu starten kommt durch sein RAST-System mit kurzen Stäbchen aus. Alleine das sehe ich schon als großen Vorteil gegenüber vielen Mitbewerbern an, da sich der Libra deutlich kompakter zusammenlegen lässt und man sich keine Sorgen um verbogene Stäbchen machen muss.

In der Luft fällt die enorme Stabilität des Libra RS auf. Hier kann ich mich nur Franz Sailer und Mario Poscher vom Thermik Magazin anschließen, die den Schirm im Heft 6/2023 getest haben und die dies als herausragend in der C-Klasse sehen. Der Libra RS verlockt durch seine Stabilität ein wenig zum Experimentieren und so bin ich dann voll beschleunigt durch eine sehr heftige Thermik geflogen, um einen Klapper zu provozieren. Der kam dann auch, viel aber dank dem RAST-System deutlich sanfter aus, als ich das erwartet habe.

In der Thermik lässt sich der Libra SA sehr schön zentrieren und steigt ganz hervorragend, ohne zu graben. Die Kappe arbeitet dabei recht stark in sich, bleibt aber sehr stabil. Hier musste ich mich erst einmal daran gewöhnen, weniger schnell einzugreifen als bei anderen C-Schirmen.

Auch die Leistung des Libra ist hervorragend. Ich bin mit dem Schirm eine kleine Strecke geflogen und konnte meinem Begleiter, der ca. 150 Meter höher aus einer Thermik ausgestiegen ist, nach ein paar Kilometern wieder einholen. Der Schirm gleitet sehr gut und ist sehr schnell unterwegs.

Insgesamt ist der Libra RS ein sehr gelungener Schirm, den man auf jeden Fall testen sollte, bevor man sich für einen Zweileiner im C-Segment entscheidet.

Swing Libra RS - EN C
Swing Libra RS - EN C
Der C-Klasse Zweileiner mit RAST!
Preis ab:
5.590,00

Klassifikation

25.05.2023 | Moselglider sponsort die Mosel Trophy 2023

In diesem Jahr hat zu ersten Mal die Mosel Trophy in unseren Geländen stattgefunden. Das Moseltal bot die perfekte Kulisse für den Wettbewerb. Die Teilnehmer genossen bei Ihren Flügen die beeindruckende Aussicht auf die Weinberge und die Moselschleifen. Die ausgeschriebenen Strecken war anspruchsvoll und führten die Piloten entlang Mosel an die Saar.

Die Mosel Trophy 2023 war ein aufregender Wettbewerb und wir gratuliere Martin Senoner, Thomas Mistretta und Egon Prader zum Gewinn der ersten drei Plätze. Außerdem gatulieren wir Christian Sonnleitner, der den von uns gesponsorten Hauptpreis gewonnen hat.

Die Mosel Trophy 2023 wird als ein tolles Event in die Geschichte des Gleitschirmsports eingehen. Die Schönheit der Mosel, die herausfordernden Strecken und die lockere Athmosphäre machten den Wettbewerb zu einem unvergesslichen Erlebnis für Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen.

Wir freuen uns bereits auf die Mosel Trophy 2024 und danken dem Team um Kai Wissel und Andrew Mogg für die perfekte Organisation! Alle weiteren Infos finden sich auf der » Mosel Trophy Homepage.

01.04.2023 | Advance Epsilon DLS vs. Mac Para Illusion 2

Auf unserer Moselglider Tour nach Südafrika und am Stubai-Cup konnte ich eine ganze Reihe von neuen Low Level EN-B Schirmen fliegen. Diese Schirm-Klasse hat sich in den letzten Jahren extrem gut entwickelt und die aktuellen Modelle lassen keine Wünsche mehr offen, sind deutlich einfacher zu handeln, als die höher Klassifizierten EN-B-Modell und daher für ein breites Pilotenspektrum geeignet.

Besonders positiv aufgefallen sind mir bei meinen Probeflügen der » Advance Epsilon DLS sowie der » Mac Para Illusion 2.

Wie bereits den Epsilon 9 bringt auch den Epsilon DLS so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Der Epsilon DLS startet und fliegt mit einer unglaublichen Ausgewogenheit. Dabei nimmt er auch geringes Steigen sehr gut an und ist flott unterwegs.

Bei meinen Flügen verhielt sich der Epsilon DLS nick- und richtungsstabil und setze auch bei turbulenteren Bedingungen die Steuerimpulse präzise um. Auch bei heftigen Thermiken bleibt der Schirm sehr stabil und jederzeit gut beherrschbar. Er nimmt die Thermik gut an und ist sehr wendig. Ich konnte den Schirm auch in ruppigen Thermiken gut im Zentrum halten und beim Steigen auch mit anderen, teils höher klassifizierten Schirmen, mithalten.

Ich bin den Schirm mit einem Advance Lightness 3 Gurtzeug geflogen, das recht eng aufgehangen ist. In dieser Konstellation konnte ich den Epsilon DLS trotzdem sehr gut über Gewichtsverlagerung steuern, wodurch er auch leichtes Steigen sehr gut annimmt.

Auch bei den Abstiegshilfen ist der Epsilon DLS sehr gutmütig, die Ohren kommen ohne Probleme wieder raus und auch die Steilspirale lässt sich sehr einfach ein- und ausleiten. Die Sinkraten bei beiden Methoden sind gut.

Der Illusion 2 startet und fliegt sich ganz ähnlich, wie der Epsilon DLS. Auch der Illusion 2 liegt sehr satt in der Luft und bleibt bei turbulenten Bedingungen sehr ruhig. Vom Handling her würde ich ihn den Illusion 2 als etwas direkter einstufen, die Steuerwege sind ein wenig kürzer als die des Epsilon DLS.

In der Thermik ist der Illusion 2 vielleicht noch ein wenig besser zu zentrieren als der Epsilon DLS, wobei das auch daran liegen kann, dass ich meist mit einem Mac Para Elan 3 fliege, der ein sehr ähnliches Handling hat und mir der Illusion 2 daher vertrauter ist. Er steigt dabei ganz hervorragend und gibt jederzeit ein sehr exaktes Feedback, was dabei hilft, die Thermik präzise zu zentrieren.

Insgesamt sind sowohl der Epsilon DLS als auch der Illusion 2 extrem sichere Spaß-Schirm, ohne Überraschungen und Allüren. Beide Schirme sind auch für Anfänger geeigenet, haben aber auch das Potential langjährige Piloten glücklich zu machen. Wer einen einfach zu fliegenden Schirm sucht und viel Spaß in der Luft haben möchte, ist mit beiden Modellen hervorragend bedient.

Mac Para Illusion 2 - EN B
Mac Para Illusion 2 - EN B
Der Schirm für Aufsteiger!
Preis ab:
3.495,00

Advance Epsilon DLS 10
Advance Epsilon DLS 10
Entdecke dein Potential!
Preis ab:
3.845,00

15.03.2013 | Fanet und Flarm bei SkyTraxx

Mit Fanet und der Unterstützung von Flarm hat Skytraxx zwei interessante Technologien in die Gleitschirm Szene gebracht. Flarm ist ein Verkehrsinformations- und Kollisionsvermeidungssystem für die allgemeine Luftfahrt, Leichtflugzeuge, Drohnen und jetzt auch Gleitschirme. Mit einem eingebauten Flarm wird man über nahen Verkehr informiert und vor Zusammenstößen gewarnt. Das ist für uns selbst gar nicht so wichtig, da wir sehr langsam sind, wir werden mit dem System aber auch von anderen Piloten in Segelflugzeugen oder Sportmaschinen gesehen, was unsere Fliegerei deutlich sicherer macht. Aktuell sind mehr als 35000 bemannte Luftfahrzeuge und viele Drohnen mit Flarm ausgerüstet.

Auch interessant für uns ist die Entwicklung von Fanet, dem Flying ad-hoc Network (siehe Grafik). Wie der Name schon sagt, baut Fanet ein Funknetzwerk zwischen allen kompatibelen Geräten auf, die in einem Umkreis von ca. 30km sind und Ihre Position freigegeben haben.

Ist Fanet verfügbar, dann sieht man auf der interaktiven Karte seines Varios alle anderen Piloten in der Gegend und kann sofort erkennen, wie hoch sie sind und wo sie sich genau befinden. Klickt man auf die Benutzerliste und den Piloten, werden seine aktuellen Steig- und Sinkwerte, die Flugrichtung, die Höhe und der Kurs angezeigt. In unserer Grafik kann sich Sylvie also bereits vor dem Start entscheiden, ob Sie besser in Richtung von Mike, Frank oder Katja fliegt, je nach dem, wo es gerade hoch geht oder nicht. Untereinander können auch vordefinierte oder neue Nachrichten ausgetauscht werden, z.B. „gehe zum Landen“ oder „fliege an den nächsten Hang“.

Fanet basiert dabei auf herkömmlicher und freier Funktechnologie in Echtzeit, es entstehen also keine zusätzlichen Kosten und es funktioniert auch in Gegenden ohne Handy Empfang. Zusätzlich besteht bei Fanet auch noch die Möglichkeit Wetterstationen am Start- oder Landeplatz einzubinden. In Planung ist hier eine Kooperation mit Holfuy und PiouPiou. Werden die Bodenstationen mit dem Fanet Funkmodul ausgestattet und haben zusätzlich eine Internet Verbindung ist sogar ein kostenloses Live-Tracking über Fanet möglich. Zusätzlich werden dann auch Windrichtung und Stärke am Landeplatz im Display angezeigt. Auch vermisste oder abgestürzte Piloten sind so leichter zu finden.

Da die Plattform Open Source ist, könnten auch andere Vario Hersteller ihre Geräte mit Fanet ausrüsten. Wir nutzen den Technologie auch auf der Moselglider Seite, um die aktuell fliegenden Piloten auf der der Seite » Aktive Gelände anzuzeigen.

Skytraxx 2.1 (+- Fanet & Flarm)
Skytraxx 2.1 (+- Fanet & Flarm)
State of the Art, neu definiert!
Preis ab:
659,00

Skytraxx 4.0 (+- Fanet & Flarm)
Skytraxx 4.0 (+- Fanet & Flarm)
Das neue Highlight des Skytraxx Welt!
Preis ab:
939,00

20.01.2023 | Die neuen Zweileiner in der C-Klasse

Die nächsten großen Innovationen kommen in diesem Jahr mit den neuen Zweileinern in der C-Klasse. Lucien Hass hat das Thema bereits aufgegriffen und einen lesenwerten » Beitrag dazu geschrieben.

Mit dem » Airdesign Volt 4 war der erste C-Zweileiner bereits im letzten Jahr verfügbar, Anfang dieses Jahres zieht der » Ozone Photon nach, Niviuk kommt mit dem Artik R, Swing mit dem » Libra RS und auch von unseren Marken Mac Para, Nova und Skywalk werden Zweileiner in der C-Klasse kommen.

Die neue Generation Zweileiner wird im Punkto Leistung deutlich über den aktuellen C-Klasse Dreileinern liegen und voraussichtlich auch die D-Klasse Dreileiner in die Schranken weisen, was der Volt 4 bereits gezeigt hat. Das liegt zum einen an der deutlichen Reduktion von Leinen und dem damit verbundenen geringeren Leinenwiderstand. Zum anderen ermöglicht es die Zweileiner-Bauweise aber auch, die Profilform bei Veränderungen des Anstellwinkels im beschleunigten Flug zu optimieren. Das resultiert in einer flacheren Polare und einer höheren Endgeschwindigkeit bei sehr guten Gleitleistungen.

Wer also besonderen Wert auf Performance legt und immer ganz vorne mit dabei sein möchte, kommt an den neuen C-Klasse Zweileinern nicht vorbei, es sei denn man geht noch eine Stufe höher.

Was die Sicherheit angeht, so liegen die Zweileiner bei der Stabilität der Kappe sicherlich auf einer Ebene mit den aktuellen Dreileiner, vielleicht sind sie dort sogar etwas besser. Problematisch wird es aber, wenn die Kappe trotzdem klappt. Dann erfordern die Zweileiner ein deutlich beherzteres Eingreifen und müssen aktiv geflogen werden.

Die Zweileiner haben aber auch andere Nachteile, die man vor der Anschaffung berücksichtigen sollte. So ist z.B. das Ohrenanlegen nicht nur etwas anspruchsvoller als bei den Dreileinern, es ist auch mit deutlich mehr Kraftaufwand verbunden, was bei den dünnen Leinen nicht immer ein Spaß ist. In Kombination mit der verbesserten Gleitleistung wird das Top-landen dadurch schwieriger. Zudem sind sie etwas empfindlicher, da sie längere Stäbchen haben, was auch nicht jedermanns Sache ist.

Wir sind hier alle schon sehr gespannt auf die neue Liga in der C-Klasse und werden unsere Eindrücke in den Blog stellen!

Airdesign Volt 4
Airdesign Volt 4
Der erste Zweileiner in der C-Klasse!
Preis ab:
4.495,00

Ozone Photon - EN C
Ozone Photon - EN C
Der Ozone Zweileiner in der C-Klasse!
Preis ab:
5.450,00

27.11.2022 | Tuchwerte von Gleitschirmen

Wir werden in der Flugschule immer wieder gefragt, was es mit den sog. Tuchwerten oder anders gesagt, der Luftdurchlässigkeit von Gleitschirmen auf sich hat. Daher haben wir unser Wissen dazu einmal in diesem Beitrag zusammengefasst.

Die Luftdurchlässigkeit ist die Menge an Luft, die an einer Stelle des Tuches mit einer definierten Größe in einer bestimmten Zeit durch das Tuch strömen kann. Konkret, wie viele Liter Luft strömen z.B. in 30 Sekunden durch eine 50 Quadratdezimeter große Stelle des Segels.

Gemessen wird die Luftdurchlässigkeit mit einem sog. Porosimeter. Die beiden wichtigsten Hersteller von Porosimetern sind die Firmen JDC und Kretschmer. Leider sind die Ergebnisse der beiden Geräte nicht direkt miteinander vergleichbar.

Bei der Kretschmer-Textiluhr wird in 1/10 Sekunden 0,7 Liter Luft auf einer Messfläche von 50 Quadratzentimeter durch das Tuch gedrückt, beim JDC-Porosimeter sind es in 1/1 Sekunden 0,25 Liter Luft auf einer Messfläche von 37,5 Quadratzentimeter.

Der Faktor zur Umrechnung von Kretschmer auf JDC-Werte ist 37,3. Während die Messfläche der Kretschmer-Textiluhr mit einem dicht angepressten Ring verschlossen wird, ist das zu messende Tuchstück beim JDC-Porosimeter mit einem schwachen Magneten auf das Instrument gedrückt.

Es ist daher eine allgemein bekannte Tatsache, dass die Geräte von JDC dadurch relativ viel Luft von der Seite ziehen. Das spielt besonders bei dichten Tüchern, also langen Laufzeiten der Messung eine Rolle. Deshalben weichen die umgerechneten Werte der dichteren Kretschmer-Textiluhr vom JDC-Porosimeter umso stärker ab, je besser die Luftdichtigkeit des Tuches ist.

Ein weiteres Problem ist, dass die Werte nicht linear interpretiert werden können, ein Tuch mit einem Wert von 500 ist also nicht doppelt so dicht, wie ein Tuch mit einem Wert von 250. Gerade bei der JDC-Uhr ist dies erheblich.

Zusätzlich weichen die Werte von neuen Tüchern an verschiedenen Stellen einer Rolle teils erheblich voneinander ab. Das hängt damit zusammen, dass die Beschichtungen nicht ganz gleichmäßig aufgebracht werden können und dadurch Unterschiede entstehen. Dies wird beim Check berücksichtigt, indem an mehreren Stellen des Ober- und Untersegels gemessen wird.

Laut Aussage von namhaften Herstellern wie Swing, Ozone und auch Advance, wird den Tuchwerten jedoch eine zu hohe Bedeutung bei der Beurteilung eines gebrauchten Schirmes zugemessen. Der Schirm muss immer als Ganzes betrachtet werden. Neben dem Tuchwert ist zu schauen, ob der Schirm verzogen ist, er sich aufbläht, die Rippen bereits weich sind und ob die Trimmung noch korrekt eingestellt ist. Der Tuchwert ist daher nur ein Indikator für den Zustand eines Schirms, aber nicht der einzige.

Zum Schluss kommt bei uns in den Gesprächen dann immer die Frage, was sind denn jetzt gute und schlechte Tuchwerte? Leider kann man dies nicht einfach mit konkreten Werten in einer Tabelle zusammenfassen, obwohl solche Listen auf verschiedenen Webseiten zu finden sind.

Daher rufen wir bei uns kritisch vorkommenden Tuchwerten beim Hersteller an, geben die Seriennummer durch, damit dieser die Charge des Tuchs ermitteln kann, uns Referenzwerte durchgibt und wir damit eine möglichst objektive Aussage treffen können.

04.11.2022 | Geschenke für Flieger

Es ist jedes Jahr das gleiche, Weihnachten oder auch der Guburtstag kommen völlig überraschend und wir haben keine Ideen für Geschenke. Wir kennen das Problem und werden sehr häufig gefragt, was man denn Gleitschirmfliegern schenken kann.

Wir machen daher hier ein paar Vorschläge für Geschenke in unterschiedlichen Budgets und hoffen es ist auch für Ihren Piloten oder Ihre Pilotin etwas dabei.

Piloten-Geschenke bis 50,- €

Wir sind ehrlich, in diesem Budget gibt es nicht wirklich viel, was man verschenken kann. Wir haben aber drei Produkte gefunden, die nicht nur preiswert, sondern auch sehr nützlich sind. Es handelt sich um Produkte, die man als Pilot eigentlich gar nicht nutzen möchte, die aber im Notfall sehr hilfreich sind.

Wen es einmal unfreiwillig runter geht, dann ist es besser von einem Baum gebremst zu werden als hart auf dem Boden aufschlagen. Die free*spee Baum-Sicherung dient dazu, sich nach einer Baumlandung befestigen zu können, um nicht doch noch durch eine plötzliche Bewegung unsanft vom Baum zu fallen. Das Set besteht aus hochbelastbaren und ultraleichten Materialien, die Bandschlinge und der Leichtkarabiner wiegen nur 96 Gramm!

Die free*spee Rettungsschnur mit ultralauter Signalpfeife ist eigentlich Pflicht für jeden Piloten. Eine Rettungsschnur dient dazu, mit den Helfern am Boden in Kontakt zu kommen und ein Seil oder was auch immer nach oben ziehen zu können. Statt einem Bleigewicht hängt am Ende der free*spee Schnur eine sehr laute und weit hörbare Signalpfeife. So kann man die Bergungsmannschaft über eine große Entfernung auf sich aufmerksam mach. Eine konsequent durchdachte Lösung, um seine Situation bei einer Baumlandung zu entschärfen.

Eine weiteres wichtiges Utensil für die Sicherheit ist ein Notfallmesser, mit dem man z.B. bei einer Wasserlandung die Leinen des Gleitschirms oder auch die Beinschnallen des Gurtzeugs durchschneiden kann. Das Hook Knife von Advande bringt auch noch Tasche mit und sollte bei keinem Flug fehlen.

Free*Spee Baum-Sicherung
Free*Spee Baum-Sicherung
Safe-Tree-Belt: Sicherheit bei der Baumlandung!
Hersteller
Preis ab:
Moselglider
Preis ab:
31,90 € -6% 29,90
Free*Spee Rettungsschnur mit Pfeife
Free*Spee Rettungsschnur mit Pfeife
Hilfe rufen wenn es nötig ist!
Hersteller
Preis ab:
Moselglider
Preis ab:
13,90 € -7% 12,90
Advance Hook Knife - Hakenmesser mit Tasche
Advance Hook Knife - Hakenmesser mit Tasche
Notfallmesser mit Tasche!
Hersteller
Preis ab:
Moselglider
Preis ab:
29,00 € -3% 28,00

Piloten-Geschenke bis 100,- €

In diesem Bereich schlagen wir drei Helmvarios vor, die eine sehr gute Ergänzung zu einem normalen Vario darstellen oder dieses auch ganz ersetzen können. Ein Helmvario wird mit einem Klettverschluss am Helm befestigt und hat nur eine einzige, sehr einfache Aufgabe: Es piept wenn es nach oben geht!

Unsere drei Helmvarios kommen von Compass, SkyBean und Syride. Das SkyBean 2 Vario ist das leichteste Helmvario, das aktuell am Markt erhältlich ist, kommt von einer jungen Firma aus der Slowakei und ist komplett im 3D-Drucker entstanden. Das Syride SYS'One V3 bietet neben einer sehr feinfühligen Steig- und Sinkakustik auch noch eine einfache otpische Anzeige. Beide Varios werden mit Batterien betrieben. Der Compass Beeper ist als einziges Helmvario mit einem Solarpanel ausgestattet und lädt sich damit im Flug selbst auf.

Ob als Backup Gerät oder beim Hike & Fly, ein Helmvario gehört zu einer vollständigen Ausrüstung einfach dazu!

Syride SYS'One V3
Syride SYS'One V3
Akkustisch, optisch, einfach!
Hersteller
Preis ab:
Moselglider
Preis ab:
69,00 € -7% 64,00
Compass Beeper
Compass Beeper
Das Helmvario mit Solar!
Hersteller
Preis ab:
Moselglider
Preis ab:
99,00 € -14% 85,00
SkyBean SkyBean 2 Vario
SkyBean SkyBean 2 Vario
Klever, klein und smart!
Hersteller
Preis ab:
Moselglider
Preis ab:
96,00 € -10% 86,00

Pilotengeschenke bis 200,- €

Jetzt wird es mit zwei Helmen und einem Packsack etwas gemischter. Einer unserer beliebtesten Helme ist der SupAir Pilot, der auch nur ganz knapp die Rubrik bis 100,- € verpasst hat. Der SupAir Pilot wurde speziell für das Paragliden entwickelt, ist modern, komfortabel, sehr leicht und sicher. Was will man von einem Helm mehr.

Als zweiten Helm möchten wir mit dem Icaro Nerv ein etwas spacigeres Modell in die Geschenkliste einbauen. Der Icaro Nerv 2 ist ein leichter, sehr komfortabler Helm mit Carbon-Optik. Er besteht aus einer sehr festen Polycarbonat-Schale und einem komfortablen, auswechselbaren und waschbaren Innenfutter. Durch sein Justierrad kann die Größe des Helms optimal auf die Kopfform angepasst werden.

Als drittes Geschenk reiht sich der Moselglider Cito Schnellpacksack in die Liste ein. Er ist bequem und äußerst praktisch, speziell im Flachland wo man auch schon 3-4 Flüge pro Tag macht. Richtig gepackt bekommt er eine Rucksack-ähnliche Form und bietet dank seines Tragesystems mit Brust- und Hüftgurt sehr guten Tragekomfort. Er kombiniert die Vorteile von Schnellpacksack und Rucksack.

 

SupAir Pilot
SupAir Pilot
Modern, komfortabel, leicht und sicher!
Hersteller
Preis ab:
Moselglider
Preis ab:
129,00 € -5% 122,00
Icaro  Nerv 2.0
Icaro  Nerv 2.0
Die neue Generation!
Hersteller
Preis ab:
Moselglider
Preis ab:
225,00 € -13% 195,00
Moselglider Schnellpacksack
Moselglider Schnellpacksack
Wenn's mal schnell gehen muss!!
Hersteller
Preis ab:
Moselglider
Preis ab:
105,00 € -10% 95,00

Pilotengeschenke bis 400,- €

In der letzten Rubrik folgen noch einmal zwei Varios, diesmal mit GPS Funktion, die damit auch Datenlogger für die Aufzeichnung von Streckenflügen dienen können sowie ein Gurtzeug.

Das SkyBean SkyDrop ist aktuell das kleinste GPS-Vario der Welt! Dank ultraleichtem und kompaktem Design mit vielen Softwarefunktionen eignet sich das SkyDrop für Gleitschirm- und Drachenflieger vom Anfänger bis zum XC-Experten. Mit seinem Gewicht von nur 68 g ist es auch bei Hike & Fly-Piloten angesagt.

Das GPS LS wurde entwickelt, um Anfängern oder auch erfahrenen Piloten ein Flugerlebnis mit einem leichten und einfachen Instrument zu bieten, das jedoch viele Funktionen beinhaltet. Es bietet fast alles, was die teuersten Instrumente auszeichnet, jedoch zu einem viel günstigeren Preis.

Das letze Produkt in unserer Liste ist mit dem Neo String 3 ein ultraleichtes Gurtzeug für Hike & Fly oder den Urlaub. Es ist so kompakt und leicht, daß man es am Boden und in der Luft kaum spürt.

SkyBean SkyDrop
SkyBean SkyDrop
Das kleinste GPS-Vario der Welt!
Hersteller
Preis ab:
Moselglider
Preis ab:
319,00 € -9% 289,00
FlyMaster GPS LS
FlyMaster GPS LS
Top GPS-Vario zum besten Preis!
Hersteller
Preis ab:
Moselglider
Preis ab:
319,00 € -6% 299,00
Neo String 3
Neo String 3
Take it everytime, everywhere!
Hersteller
Preis ab:
Moselglider
Preis ab:
470,00 € -6% 440,00

Gutscheine von Moselglider

Und zu wenn Sie sich trotz dieser langen Liste an Ideen nicht entscheiden können, dann halten wir natürlich auch » Gutscheine in allen Preisklassen für Sie bereit

Moselglider 100 Euro Gutschein
Moselglider 100 Euro Gutschein
100 Euro Wertgutschein!
Hersteller
Preis ab:
Moselglider
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100,00 € 0% 100,00
Moselglider 200 Euro Gutschein
Moselglider 200 Euro Gutschein
200 Euro Wertgutschein!
Hersteller
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Moselglider
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200,00 € 0% 200,00
Moselglider 300 Euro Gutschein
Moselglider 300 Euro Gutschein
300 Euro Wertgutschein!
Hersteller
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Moselglider
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300,00 € 0% 300,00

22.05.2022 | Test: Advance Iota DLS

Advance Iota DLS
Advance Iota DLS
Eine neue Ära beginnt!
Preis ab:
4.145,00

Klassifikation

Obwohl Advance gerade arge Lieferprobleme hat, konnte ich den neuen Iota DSL in den letzten Wochen intensiv testen.

Ich bin den Advance Iota DSL mit der 23er Fläche geflogen, der ein Gewicht von 3.95kg hat und bei dem ich mit einen Abfluggewicht von ca. 84 kg am oberen Ende des Gewichtsbereichs lag.

Das DLS hinter dem Iota steht übrigens für Durable Lightweigth Structure und ist die neue Entwicklungsphilosophie von Advance. Hinter DLS verbergen sich eine ganze Reihe an kleinen, aber wichtigen Innovationen. In der Summe ermöglichen diese eine erhebliche Gewichtsreduktion, ohne jedoch die Robustheit oder Langlebigkeit zu verschlechtern.

Die Verarbeitung des Iota DSL ist, wie von Advance gewohnt, perfekt. Alle Kanten und Nähte sind sauber, die Fläche ist sehr faltenfrei und die Tragegurte toll gemacht. Auch der Start ist mehr als Einfach, der Schirm kommt schnell hoch und bliebt sauber über dem Piloten stehen, selbst wenn nur wenig angebremst wird.

Sobald man gestartet ist, fällt die enorme Wenigkeit des Iota DSL auf. Der Schirm dreht sehr schnell und hat ein tolles Handling. Für Grobmotoriker ist er aber eher nicht geeignet und ist durch seine Wendigkeit ist er auch nicht ganz leicht flach zu drehen. Speziell in kleinen Thermiken, ist der Iota DLS aber super zu zentrieren und steigt sehr gut.

Auch bei der Gleitleistung ist der Iota DLS ganze vorne in der High Level EN-B Klasse mit dabei. Es ist schnell und setzt die Geschwindigkeit auch sehr gut in Gleitleistung um. Hier gibt es nicht zu meckern und der Iota wird auch Schirmen höherer Klassen ohne weiteres hinterherkommen. Die Landung ist ebenso einfach wie der Start, ich konnte dabei keine Besonderheiten feststellen.

In der Summe ist Advance mit dem Iota DSL ein toller Wurf gelungen, der viele Freunde finden wird. Größtes Problem ist aktuell die Lieferfähigkeit, hoffen wir das sich die Situation bald verbessert.

21.11.2021 | Test: Mac Para Elan 3

Mac Para Elan 3 - EN C
Mac Para Elan 3 - EN C
Entspanntes Fliegen, Level 3!
Preis ab:
3.950,00

Klassifikation

Ich freue mich immer ganz besonders, wenn ein neuer Elan auf den Markt kommt. Ich bin den sowohl den Elan 1 als auch Elan 2 sehr gerne geflogen und daher war ich gespannt, was der neue Elan zu bieten hat.

Der Elan 3 von Mac Para setzt die Tradition seiner Vorgänger fort und wird von Mac Para selbst als einfacher und entspannter Cross-Country-Schirm für ambitionierte XC-Piloten beschrieben.

Er hat 67 Zellen, eine Streckung von 6,35 und wurde auf Basis des EN-D Zweileiners Magus entwickelt. Mac Para hat bei der Entwicklung mit einem hybriden 3/2-Leiner-Design experimentiert, ist aber letztlich bei einem Dreileiner geblieben, da sich so die besten Eigenschaften für einen schön ausbalancierten Schirm mit gutem Feedback und einem hohen Maß an passiver Sicherheit realisieren ließen.

Das Handling des Elan 3 liegt irgendwo zwischen dem des Elan 1 und des Elan 2. Der Schirm ist sportlich getrimmt, liegt aber etwas gedämpfter als der Elan 2 in der Luft. Der Schwerpunkt der Entwicklung wurde auf beste Steigleistung gelegt. Das kann ich auch direkt bei meinem ersten Flug bestätigen, bei dem ich wirklich das letzte aus dem Elan herausholen musste, um nicht abzusaufen.

Der Elan 3 ist wieder eine semileichte Konstruktion, die aus einer Mischung von Skytex 27 (Unterseite), 32 (Oberseite) und 38 (Eintrittskante) besteht und in der kleinsten Größe 4,6 kg wiegt. Diese Konstruktion macht sich bereits beim Start bemerkbar, der Elan 3 kommt sehr leicht hoch und ich auch bei null Wind problemlos in die Luft zu bekommen.

Ich konnte den Elan an verschiedenen Tagen mit unterschiedlicher Thermik testen. Der Schirm hat mir bei allen Flügen sehr viel Spaß gemacht. Er ist einfach zu handeln, geht richtig gut und hat ein sehr überschaubares Extremflugverhalten. Hier erinnert der Elan 3, genau wie seine Vorgänger, eher an einen B- als an einen C-Schirm. Die Leistung konnte vom Elan 2 zum Elan 3 noch einmal verbessert werden und der Elan kann locker mit den Top Schirmen der C-Klasse mithalten.

Mit dem Elan 3 haben Peter Recek und Christian Amon wieder einen tollen C-Schirm entwickelt, den jeder in die engere Wahl ziehen sollte, der in der C-Klasse unterwegs ist.

01.08.2021 | Test: Ozone Rush 6

Ozone Rush 6 - EN B
Ozone Rush 6 - EN B
Die neue Version des Baby Delta!
Preis ab:
4.395,00

Klassifikation

Mitte Juli kam er endlich an, der neue Ozone Rhus 6 in meiner Größe. Da wir zusätzlich auch noch passendes Wetter hatten, konnte ich ihn noch am selben Tag bei einem kleinen Streckflug testen.
Ich bin zusammen mit Mäthi losgeflogen, er war auf seinem Omega XALPS unterwegs, ich mit dem neuen Rush. Wir sind in Burgen gestartet und hatten uns Trier als Ziel gesetzt.

Der Rush 6 ist sehr einfach zu starten und stellt dabei aus meiner Sicht keinerlei Ansprüche an den Piloten. Die Tragegurte sind jedoch etwas unübersichtlich, was aber für einen halbwegs routinierten Piloten auch kein Problem darstellen sollte.

In der Luft nimmt der Rush 6 sehr gut Steigen an. Die Kappe ist dabei sehr aufgewogen und lässt sich gut zentrieren. Ich konnte auch keine Tendenz zum Graben oder Aufstellen erkenn, der Rush 6 fliegt einfach rund.

Wir konnten auch recht schnell bis zum Deckel von Burgen aufdrehen und dann in Richtung Trier abfliegen. Der EN-D klassifizierte Omega XALPS war natürlich deutlich schneller als der Rush, daher musste ich weite Teile der Strecke voll beschleunigt fliegen, um Mäthi folgen zu können. Der Rush hat dabei mit dem Wind eine sehr gute Gleitleistung und so kamen wir relativ gleich hoch an der jeweils nächsten Thermik an. Negativ aufgefallen ist mir, dass die Ohren beim beherzten Treten des Beschleunigers nicht stabil waren und zum Teil sogar eingeklappt sind. Hier scheint die Innenspannung nicht optimal zu sein.

Leider konnten wir unser Ziel sind ganz erreichen und sind dann in Mehring abgesoffen, da wir einfach zu tief ankamen. Hier spielte der Rush dann eine weitere Stärke aus, da er sehr einfach und genau zu landen ist. Ich musste auf einem recht kleinen Wiesenstreifen landen, was kein Problem darstellte.

Insgesamt macht der Rush auf mich einen sehr ausgereiften Eindruck, so wie ich das auch von einem Ozone Schirm erwarte. Leider trübt die Tendenz, die Ohren einzuklappen ein wenig den ansonsten sehr positiven Eindruck.

27.03.2021 | Test: Swing Arcus 2 RS

Swing Arcus 2 RS - EN B
Swing Arcus 2 RS - EN B
Der Swing schlecht hin, neu gedacht!
Preis ab:
3.790,00

Klassifikation

Da kann man schon große Augen machen. Der Arcus hat mit dem neuen Model 2 RS einen riesigen Sprung gemacht. Hatte der Vorgänger noch 42 Zellen und eine moderate Streckung von 5.25, kommt der neue Arcus 2 RS mit 57 Zellen und einer Streckung 5.4 daher. Eine wirklich erfrischende Verwandlung des Traditionsschirms schlecht hin von Swing, der letztlich nur noch den Namen mit seinen Vorgängern gemeinsam hat. Der Arcus  wurde in diesem Test zusammen von Joachim Güttes und Axel Kalenborn geflogen.

Das bestätigt sich auch direkt beim ersten Start. Das Aufziehverhalten gleicht dem des Nyos RS und ist sehr einfach und kontrolliert möglich. Das RAST System verzögert den Start nicht, der Arcus kommt gut hoch und überschießt nicht, so wie man es erwartet. Der Arcus ist aber ganz klar kein Anfängerschirm und muss bei bewegter Luft am Start ein wenig geführt werden.

In der Luft präsentiert sich der Arcus 2 RS sofort mit seinen Parade-Merkmalen. Er vermittelt Stabilität, ist dabei sehr wendig, geht gut in die Kurve und nimmt Thermik hervorragend an. Beim ersten Flug konnte Axel zusammen mit einem Mantra M7 aufdrehen, der ihm keinen Meter abgenommen hat.

Nicken und Rollen führt der Arcus sehr spurtreu aus, die Ausleitungen machen Spaß und verleitet zum nachlässig werden. Es gibt kein Nachpendeln oder Aufschaukeln, das zu kontrollieren wäre. Dabei bleiben die Steuerwege stets groß genug, um gegebenenfalls Unachtsamkeiten des Piloten zu tolerieren.

Die Steilspirale nimmt der Arcus 2 RS  gerne und rasch als Abstiegshilfe an und erzeugt schnell nach 2 Umdrehungen das gewünschte Sinken, ohne darin verharren zu wollen. Auch die Ausleitung fällt außergewöhnlich leicht, flüssig baut er seine Fahrt ab ohne sich Aufbäumen zu wollen.

Ohrenanlegen ist über die geteilten, äußeren A- Leinen leicht und effizient. Dabei bleiben die Ohren in allen Geschwindigkeiten vollständig ruhig. Beim zusätzlichen Spiel mit dem Beschleunigereinsatz, lässt sich die Sinkrate wunderbar dosieren, ein deutliches Plus, wenn man z.B. Top-Landen möchte.

Einseitige Klapper erzeugen leicht verzögert ein eher geringes Nicken und Abdrehen. Auch die Reaktion bei einem simulierten Klapper waren erfreulich, die Reaktion kam recht verzögert, was auf das RAST System zurück zu führen ist.

Besonders gut gefiel Joachim der simple B-Stall. Dafür ist der Arcus 2 RS wirklich gut geeignet. Durch das RAST System war der Kraftaufwand zum Herunterziehen der B- Ebene zuerst recht hoch, nach 5 cm dagegen wurde es sehr moderat. Die Kappe steht im B- Stall wie eine Eins mit den Händen auf Schulter-/ Brusthöhe.

Gegen den Wind kann sich der Arcus 2 RS gut behaupten, er geht auch in den thermischen Böen noch gut vorwärts. Man hat nicht das Gefühl zu einem Windspiel zu werden. Mit Einsatz des Beschleunigers sind Rolle auf Rolle etwas über 50 kmh Geschwindigkeit möglich. Der Beschleunigerdruck ist in allen Bereichen fühlbar gleich und bis 2/3 des Weges nimmt der Schirm deutlich an Fahrt zu, ohne ein nennenswertes Sinken zu erzeugen. Darüberhinaus setzt er das letzte Drittel des Steuerwege, weiter Geschwindigkeit um, doch wie zu erwarten steigt auch die Sinkrate an.

Bei der Landung fallen die etwas längeren Steuerwege auf, zum Ausflaren kann man durchaus bis 60 cm Steuerweg an den Bremsen ziehen. Die Landung sogar auch bei leichtem Rückenwind, stellte kein Problem dar und war sanft zu erfliegen. Jedoch haben wir uns dabei erwischt wie wir nach mehreren Flügen automatisch zum Landeanflug die Leinen um die Hände gewickelt haben.

Unser Fazit: Der Swing Arcus 2 RS ist schon so etwas wie eine "Eierlegende Wollmilchsau", mit dem viele B- Klasse Piloten sehr zufrieden sein werden.

05.12.2020 | Test: Mac Para Muse 5 EN-A

Mac Para Muse 5 - EN A
Mac Para Muse 5 - EN A
Der Hang-, Thermik- und Motorschirm in Version 5!
Preis ab:
3.175,00

Klassifikation

An den letzten beiden Wochenenden hatte ich die Möglichkeit, den Mac Para Muse 5 zu testen. Bei toller Novemberthermik in Klüsserath hatte ich eines der ersten Seriengeräte im Kofferraum und war gespannt auf die neue Muse Version.

Das erste, was mir beim Auspacken aufgefallen ist, die Kappe ist sehr robust aufgebaut und damit auch für den harten Einsatz bei der Schulung bestens geeignet. Das macht sie etwas schwerer als vergleichbare Geräte aber auch haltbarer.

Beim Start verhält sich der Muse 5 mehr als vorbildlich. Der Wind kam recht schräg, trotzdem kam der Muse vorbildlich hoch und stellt sich ohne meinen Eingriff in den Wind. Dabei war ein Überschießen fast nicht zu provozieren, der Muse 5 bleibt auch ohne ihn anzubremsen über dem Piloten stehen und hebt nach einer kurzen Strecke ab. So vorbildlich habe ich das bisher noch bei keinem anderen Schirm erlebt. Das Startverhalten des Muse 5 wird vielen Schülern und Gelegenheitsfliegern den Streß vor dem Start nehmen.

In der Luft punktet der Muse 5 durch sein feines Handling und seine sehr gute Leistung. Trotz seiner Schulungstauglichkeit ist er ein vollwertiger Intermediate, der seinesgleichen sucht. Ich war immer bei den höchsten Schirmen und hatte es sehr einfach, in die Thermik einzudrehen. Der Muse ist im Vergleich zu seinem Vorgänger wieder etwas leichtgängiger und spritziger geworden. Er lässt sich auch durch Gewichtsverlagerung sehr gut steuern, was bei vielen EN-A Geräten nur eingeschränkt möglich ist. Auch beschleunigt gegen den Wind macht der Muse 5 eine gute Figur und übertrifft viele höher klassifizierte Schirme.

Insgesamt hat mir der Muse 5 sehr gut gefallen, er ist ausgewogen, hat keine Allüren und punktet durch seine sehr einfachen Starteigenschaften.

01.10.2020 | Test: Neo Stay Up, Leichtgurtzeug

Neo Stay Up
Neo Stay Up
Das ultraleichte Streckengurtzeug von Neo!
Preis ab:
1.390,00

Klassifikation

Die Optimierung der Leichtausrüstung steht bei vielen Piloten hoch im Kurs. Auch ich habe mich zum Anfang der Saison gefragt, wo ich noch ein paar Gramm einsparen kann und bin dann beim Gurtzeug hängen geblieben. Unter den vielen XC-Gurtzeugen ist mir das Neo Stay Up besonders aufgefallen, da es mit 1.79 kg das leichteste Gurtzeug seiner Klasse ist, das einen zertifizierten Protektor hat.

Das Stay-Up hat dieselbe Geometrie wie das Neo Suspender. Neo verwendet ein eigenes für Gurtzeuge entwickeltes Ripstop Dyneema Gewebe, das extrem leicht und stabil ist. Die Stabilität kann ich bestätigen, bisher habe ich keine Schäden am Gurtzeug.

Das Neo Stay Up ist sehr gut einzustellen und dadurch individuell für jeden Piloten konfigurierbar. Ich habe ein wenig Zeit gebraucht, bis ich das Gurtzeug optimal auf mich eingestellt hatte, danach sitzt man aber sehr gut im Stay Up. Alle Schließen sind so konstruiert, dass sie sich im Flug nicht verstellen. Der Retter wird in einen Frontcontainer eingebaut, der sich beim Flug vor dem Piloten befindet und der sich auch als Cockpit nutzen lässt. Varios können angeklettet werden und man hat genügend Platz. Da der Retter angenehm auf dem Beinsack aufliegt, sind die Instrumente gut ablesbar.

Ein Novum beim Stay Up, ist abnehmbare Koroyd 2.0 Rückenprotektor. Koroyd hat sich auf die Herstellung von Protektoren aller Art konzentriert und Neo ist der erste Hersteller, der einen Protektor von Koroyd einsetzt. Der Protektor wiegt nur 340 Gramm, bei einer Dicke von lediglich 9 cm. Er besteht aus einer Vielzahl thermisch miteinander verbundener Polymer-Röhrchen, die durch die Verschmelzung eine sehr leichte Kunststoff-Wabenstruktur ergeben. Keine andere Technologie absorbiert laut Neo so viel Energie beim Aufprall. Beim Stay Up kommt ein kleiner Protektor zum Einsatz, der lediglich das Becken und die Wirbelsäule vor Verletzungen schützt.

Soweit die Theorie, in der Praxis musste ich den Protektor nicht bemühen, da ich keine harte Landung hatte. Da Koroyd aber in vielen anderen Sportarten (Ski, Mountainbike, etc.) einen sehr guten Ruf hat, zweifle ich nicht an seiner Sicherheit.

Das Speedsystem hat drei Stufen und wird durch stabile Rollen nach außen geführt. Die drei Stufen lassen sich nicht verstellen. Grundsätzlich lassen sie sich leicht mit der Ferse ertasten und hebeln den Piloten nicht aus. Der Stauraum ist sehr großzügig, Rucksack und Co. lassen sich leicht verstauen und auch Stöcke finden ihren Platz.

Beim Start und im Flug verhält sich das Gurtzeug absolut vorbildlich. Der Komfort ist trotz des geringen Gewichts sehr gut und der Kompromiss zwischen Agilität und Stabilität gelungen. Ich bin echt begeistert vom Stay Up, das ich als vollwertiges Gurzteug und nicht als leichten Kompromiss sehe.

21.03.2020 | Test: Ozone Zeolite GT, EN-D

Ozone Zeolite GT - EN D
Ozone Zeolite GT - EN D
Die neue Generation leichter Zweileiner!
Preis ab:
4.675,00

Klassifikation

Es ist in jeder Saison faszinierend zu sehen, dass sich unsere Schirme immer noch weiterentwickeln. Meist läuft das in kleinen Schritten, ein neues Modell startet etwas besser, gleitet besser gegen den Wind oder wir etwas leichter.

Wenn das bei einem Schirm jedoch alles zusammenkommt, dann ist das mehr als ein nur evolutionärer Schritt. Bei dem Zeolite GT von Ozone ist das der Fall. Der Zeolite GT ist die etwas schwerer Version des X-Alps Zeolite, wird auch als Zweileiter produziert, hat jedoch etwas strapazierfähige Tücher und einen konventionellen Tragegurt. Der Schirm wiegt trotzdem nur ca. 3.5 kg und ist damit extrem leicht. Ich konnte den Zeolite GT beim Stubai Cup in ordentlicher Thermik testen.

Schon bei Start ist mir der Zeolite GT positiv aufgefallen. Ich konnte keine zweileiner typischen Allüren feststellen, der Schirm kommt direkt hoch, muss nur leicht angebremst werden und ist damit sehr einfach zu starten.

In der Luft war ich sofort vom Handling des Zoelite GT begeistert, das mich an das Handling der alten Mantras 3 und 4 erinnerte. Die waren nicht so hart ausleget wie die aktuellen Hochleister und dadurch in der Thermik deutlich feinfühliger. Ich konnte sofort aufdrehen und dabei diverse Schirme auskurbeln. Der Zeolite GT war dabei auch einfach im Griff zu halten und ich fühlte mich jederzeit sehr gut aufgehoben.

Tritt man dann den Beschleuniger, zeigt des Zeolite GT was in ihm steckt. Ich konnte mit deutlich über 60km pro Stunde das Stubaital queren und das bei einer Sinkrate die ich nicht für möglich gehalten hätte. Da ich aber auch einige Low-Level-B Schirme getestet habe, ist das nicht objektiv.

Schaut man in beim Flug nach oben, dann fällt insbesondere das sehr faltenfreie Segel auf und die fast schon beängstigend geringe Anzahl an Leinen. Ozone bestätigt auch, dass der Zeolite GT den geringsten Leinenbedarf und den niedrigsten Leinenwiderstand aller bisher von ihnen gebauten Schirme hat.

Insgesamt ist der Zeolite GT ein unglaublicher Sprung, den ich in der Gleitschirmentwicklung fast nicht mehr für möglich gehalten habe. Da zeigt sich die 10 jährige Erfahrung von Ozone beim Bau von Zweileinern. Aus meiner Sicht gibt es jetzt keinen Grund mehr einen D-Schirm mit drei Leinen zu fliegen!

02.03.2020 | Test: Swing Miura RS, EN-A und EN-B

Swing Miura RS - EN A
Swing Miura RS - EN A
Der A- und B-Schirm!
Preis ab:
3.590,00

Klassifikation

Da hat Swing eine wirklich interessante Innovation am Start. Mit dem Miura RS gibt es erstmals einen Schirm der sowohl als EN-A und EN-B zugelassen ist. Damit ist der schulungstaugliche Schirm für Ein- und Aufsteiger ideal nutzbar.

Grundsätzlich ist die Fläche als Low Level EN-B Schirm konzipiert, kann aber mit wenigen Handgriffen in einen EN-A Schirm verwandelt werden. Dazu ist lediglich eine Verkürzung des Beschleunigerwegs notwendig, was Swing mit dem sog. „Speed-Limiter“ erreicht hat. Was beiden Einstufungen bleibt ist das sehr schöne Handling und auch die wirklich tolle Optik, die nichts mit einem plumpen Anfängerschirm gemein hat.

Ich konnte den Swing Miura RS in Sedgefield testen, da Pete Wallenda bereits mehrere der neuen Schirme vor Ort hatte und mir netterweise einen davon zur Verfügung gestellt hat. Ich habe die Optik bereits angesprochen, da sie das erste ist, das einem beim Aufziehen des Miura RS ins Auge fällt. Die Silhouette ist sehr schön, der Flügel steht großartig im Wind und startet quasi von selbst. Der Miura RS hängt nicht, schießt nicht vor und bleibt solang über dem Piloten wie er das möchte.

Ist man in der Luft, dann spielt der Miura RS seine Stärke voll aus. Er ist sehr leichtgängig und drehfreudig, nimmt Steigen gut an und macht einfach Spaß. Er erinnerte mich vom Handling her ein wenig an den PHI Symphonia, liegt aber etwas satter in der Luft. Ich habe bisher keinen schulungstauglichen A-Schirm mit einem so schönen Handling geflogen.

Ich bin den Schirm in der B-Variante geflogen, konnte den Beschleuniger also voll durchtreten und kam dadurch auch merklich schneller voran. Auch was die Gleitleistung angeht, machte der Miura RS einen guten Eindruck, Sedgefield ist aber nicht wirklich dazu geeignet Vergleiche mit anderen Schirmen zu fliegen. Ich war auf jeden Fall immer ganz oben mit dabei, was aber auch an den vielen Schülern gelegen haben kann, die mit mir in der Luft waren.

Insgesamt ist der Miura RS ein sehr gelungener Schirm und mit sein Doppeleinstufung für einen breiten Kreis von Piloten geeignet.

 

08.02.2020 | Off Topic: Texte in der Gleitschirmszene

Eigentlich dachte ich ja, dass schon alles über Gleitschirme geschrieben worden sei. Jedes Jahr werden die neuen Modelle gleichzeitig besser, leichtgängiger, schneller und sicherer. Die Anzahl an Superlativen ist fast nicht zu überbieten.

Zusätzlich führt die Nutzung von Übersetzungsprogrammen zu unglaublichen Stilblüten, da entfaltet sich dann schon mal die "Kathedrale mit hervorragender Kohäsion" über dem Kopf des Piloten, der "Flügel schnitzt die heiße Luft" und das "Hochleistungssegelflugzeug ist auch von leichten Kindern zu starten".

Das alles ist aber nichts gegen die Beschreibung, die das Team um Bruce Goldsmith über den Punk formuliert hat, ich zitiere wörtlich von der Webseite:

Wir haben die Aufgabe Vorlieben, Kontrolle und Haltung in Gleitschirme einzubringen. Der PUNK ist eine moderne Rebellion gegen geschmacklose Gleitschirme. Dieser New Age-Flügel ist eine Explosion aus Gefühlen, Kontrollierbarkeit und Spaß. Es ist eine Frage des Respekts. Der PUNK wird die kalte, harte Wahrheit über die Bedingungen sagen, die Ihnen die Eyes-Wide-Open Sicherheit und Leistung bringt.

Ende der Propaganda. Erlange Erleuchtung. Treffen deine eigenen Entscheidungen. Flieg den unzensierten PUNK.

Wir sind alle Punks. Unsere Subkultur hat die etablierte Ordnung und die Beschränkungen der Gesellschaft geschockt. Wir brechen die Regeln der Natur, missachten die Normen und haben eine gute Zeit. Der High-B PUNK wurde entwickelt, um tief in diesen rebellischen Teil deines Gehirns einzudringen und Dich von der Realität zu erleuchten. Bist du ein Pilot, der die Wahrheit wissen will? Der PUNK wird sie Dir enthüllen.

Ich habe meinen Schirm schon häufiger nach einem Statement zu seiner Haltung gefragt und Bruce hat recht, da kam nichts. Es wird Zeit, dass sich endlich jemand dieser Aufgabe annimmt. Mein Schirm hat auch kein Quäntchen "Eyes-Wide-Open Sicherheit und Leistung", jetzt wo ich weiß, dass die wichtig ist, bin ich mehr als enttäuscht.

Blöderweise war ich auch nie ein Punk und bin da kein Experte wie Bruce und seine Mitarbeiter. Daher fehlt mir ein wenig der Geist dieser Szene. Ich konnte aber auch kein Bild von Bruce mit Iro, Nietenjacke und Stachelhalsband finden, er sieht ja eher so ein wenig konservativ aus, aber da kann man sich ja irren.

04.06.2019 | Test: Mac Para Eden 7, EN-B

Mac Para Eden 7 - EN B
Mac Para Eden 7 - EN B
Mehr Leistung, mehr Spaß!
Preis ab:
3.590,00

Klassifikation

Pünktlich zum Testival in Kössen hat Peter Recek von Mac Para zusammen mit seinem Testpiloten Christian Amon die siebte Auflage des High Level EN-B Schirms Eden vorgestellt. Und eines sei schon einmal vorweggesagt, „High Level“ ist der der neue Eden 7.

Ich bin die 24er Version des Eden 7 geflogen, die semileicht ausgelegt ist und lediglich 4.45 kg auf die Wage bringt. Der Schirm hat einen Gewichtsbereich von 70-90 kg und ich bin ihn am oberen Limit geflogen.

Anders als viele seiner Mitbewerber hat der Eden 7 ummantelte Leinen, die nicht so schnell verknoten und damit das Sortieren sehr einfach machen. Der Schirm ist auch kinderleicht zu starten, hängt nicht und hat keine Tendenz zum Überschießen.

In der Luft zeigt der Eden 7 was in ihm steckt. Ich würde ihn als wahres Steigwunder bezeichnen, der sowohl in sanften als auch in harten Thermiken perfekt zentriert werden kann. Der Schirm stellt sich nicht auf, gräbt nicht und ist für einen B-Schirm sehr wenig.

Die Kappe vermittelt in allen Lagen gutes Sicherheitsgefühl und wirkte auf mich sehr stabil in teils recht turbulenten Bedingungen. Dabei ist die Kappe nicht übermäßig gedämpft, sondern vermittelt was um einen herum los ist.

Am meisten beeindruckt hat mich jedoch die Leistung bei Vollgas. Subjektiv würde ich den Eden 7 als aktuell leistungsfähigsten EN-B Schirm bezeichnen. Die Leistung ist auf einem Niveau, das mache C-Schirme vermissen lassen und sucht aktuell seines Gleichen.

Peter Recek hat wieder ganze Arbeit geleistet und einen rundum gelungenen Schirm abgeliefert der sicherlich viele Freunde finden wird.

27.05.2019 | Test: PHI Maestro X-Alps, EN-B

PHI Maestro X-Alps - EN B
PHI Maestro X-Alps - EN B
High Level B, Leistung satt und minimales Gewicht!
Preis ab:
3.895,00

Klassifikation

Bei unserem Testival am 25.05.2019 hatte ich die Möglichkeit den nagelneuen PHI Maestro in der X-Alps Version zu testen. Benni Hörburger (Bild) von PHI hatte mir den Schirm wärmstens empfohlen und auch noch eine Version in meiner Größe zur Hand.

Was direkt auffält ist das Gewicht oder eher das nicht vorhandene Gewicht des Schirms. Ich bin die leichteste Version in der 18er Größe geflogen und hatte ein Paket von gerade einmal 2,5 kg in der Hand. Ein derart leichten Schirm bin ich im oberen B-Segment bisher nicht geflogen. Das zweite das mir beim PHI Maestro X-Alps aufgefallen ist, sind die Stäbchen oder auch hier besser, die nicht vorhadenen Stäbchen im Untersegel. Der Schirm kommt ohne sie aus und ist daher viel einfacher zusammenzulegen und auch unempfindlicher als viele seiner Mitbewerber. Das dritte markante Merkmal sind die extrem wenigen und dazu noch sehr dünnen Leinen des Schirms, PHI hat hier sehr exakt und materialsparend gearbeitet.

Nach dem sehr einfachen Start, ist der Schirm in der Luft eine wahres Steigwunder. Ich musste am Anfang ein wenig kämpfen, da ich nicht direkt einen Bart gefunden habe und konnte mich dabei unter anderem mit einen Zeno, einem Mentor 6 und einem Omega X-Alps messen. Keiner der Schirme konnte mir weg steigen und das, obwaohl ich ihn etwas oberhalb des empfohlenen Gewichtsbereichs geflogen bin. Der Maestro dreht sehr angenehm, ist leichtgängig und neigt nicht zum graben oder schieben.

Nachdem ich am Deckel von Burgen angekommen war, habe ich dann die Gleitleistung getestet. Hier macht der Maestro bereits im Halbgas einen sehr leistungsfähigen Eindruck. Da mein Gurtzeug keine korrekte Befestigung für den verwendeten Beschleuniger hatte, wollte ich hier nicht voll durchtreten, ein weiterer Test folgt also noch.

Insgesamt war ich vom Handling des PHI Maestro X-Alps wirklich begeistert. Das minimale Gewicht in Kombination mit der beeindruckenden Steig- und Gleitleistung machen ihn zu einem der heißesten Modelle dieser Saison.

05.04.2019 | Test: Ozone Swift 5, EN-B

Ozone Moxie - EN A
Ozone Moxie - EN A
Schulschirm neu gedacht und konstruiert!
Preis ab:
3.145,00

Klassifikation

So begeistert hat unser "Cheftester" Jürgen Karthe bisher nur selten über einen Schirm berichtet. Nachdem Ozone in den letzten Jahren eher mit Hochleistern auf sich aufmerksam gemacht hat, ist jetzt die B-Klasse wieder an der Reihe.

Der Swift 5 von Ozone ist die leichte Version des Rush 5 und wurde genau wie dieser komplett überarbeitet. Er ist 30 % leichter als der Rush 5 und damit ein leichtgewichtiger Sport-Leistungsflügel, der an der Spitze seiner Klasse anzusiedeln ist. Er wurde mit der gleichen Technologie entwickelt, die in den Leistungsschirmen von Ozon, wie Enzo 3 oder Zeno verwendet werden. Und natürlich gibt es einige innovative neue Features dazu.

Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen und hat nicht nur Jürgen begeistert. Auch Lucien Haas und Ziad Bassil haben den Swift 5 bereits getestet und geben ihm sehr gute Noten.

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